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	<title>Grexit Archive - Joachim Goldberg</title>
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		<title>Negativzinsen auf griechische Schulden?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2015 17:26:04 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum dritten Mal in Folge hat der DAX im Wochenvergleich zugelegt – dieses Mal um 3,9 Prozent. Dennoch will die Mehrheit der Börsianer diesem Trend offensichtlich nicht folgen, obgleich das quantitative Lockerungsprogramm der Europäischen Zentralbank vom vergangenen Donnerstag eigentlich zu massiven Käufen heimischer Investoren hätte führen müssen. Und wer bislang den Linksruck nach der Griechenland-Wahl vom Sonntag als Hinderungsgrund für einen Einstieg am Aktienmarkt hierzulande gesehen haben sollte, dürfte gerade nach den vielerorts getätigten Kommentaren, wonach man sich selbst bei einem so genannten Grexit keine allzu großen Sorgen für die Eurozone machen müsse, seine Kauf-Hemmung verloren haben.</p>
<p>Nein, eigentlich braucht es keinen Schuldenschnitt für Griechenland. Und wenn ich höre, dass die Laufzeit der bestehenden Kredite mit ganz niedrigen Zinsen um Jahre in die Zukunft verschoben werden könnte, sollte ich sarkastischer Weise sogleich hinzufügen: Warum eigentlich nicht zu Negativzinsen? 50 oder 100 Jahre lang? Das wäre doch obendrein ein tolles Konjunkturprogramm und müsste gar nicht so teuer sein. Hauptsache alles wird irgendwann zum Nennwert zurückgezahlt, dann gibt es keinen Staatsbankrott – hm…</p>
<p>Aber bekanntermaßen sorgt ein hoher Einstandspreis, wie er sich nun für viele Daxianer darstellt, dafür, dass man eben doch nicht zugreifen möchte. Und so haben wir mit der heutigen Erhebung der Börse Frankfurt wieder einmal einen typischen Sentiment-Klassiker vorliegen: Der DAX steigt und die Stimmung wird schlechter, weil die Mehrheit der Anleger nicht mit von der Partie ist. Immerhin: Für diejenigen die dem DAX die Stange gehalten haben, hat sich die Angelegenheit ausgezahlt.</p>
<p>Es durften fette Gewinne eingestrichen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es nun weitergehen könnte, erfahren Sie aus meiner jüngsten Analyse, die ich <strong>HIER</strong> für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
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		<title>Behavioral Finance und Euro-Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 10:59:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Behavioral Economics]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man heute früh die Zeitungen durchblättert, sich die Meinung von Analysten und Händlern zu Gemüte führt, gewinnt man ganz leicht den Eindruck, am kommenden Wochenende würde mit den Wahlen in Griechenland für die Eurozone ein Schalter umgelegt. Dabei hat mein Kollege Herman Brodie in unserem heutigen Blog bereits ausgeführt, dass ein Grexit zwar ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man heute früh die Zeitungen durchblättert, sich die Meinung von Analysten und Händlern zu Gemüte führt, gewinnt man ganz leicht den Eindruck, am kommenden Wochenende würde mit den Wahlen in Griechenland für die Eurozone ein Schalter umgelegt. Dabei hat<span id="more-4401"></span> mein Kollege Herman Brodie in unserem <a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/falscher-masstab/" target="_blank">heutigen Blog</a> bereits ausgeführt, dass ein Grexit zwar ein binäres Ereignis (ja oder nein) ist, allerdings mit komplexer Wirkung. Und zwar von einer Komplexität, die für die meisten Finanzmarktbeobachter so undurchschaubar sein wird, dass die Griechenland-Thematik schon allein wegen der Komplexitätsaversion vieler Akteure bald in den Hintergrund gedrängt werden wird. Ganz zu schweigen davon, dass – egal welche Regierung in Zukunft über das Schicksal Griechenlands befinden wird – die Probleme die gleichen bleiben werden: In der Hauptsache verfügt das Land über zu geringe Mittel. Überhaupt hat es für mich schon fast etwas Befremdendes, wenn angesichts der Renditen von 7 Prozent für zehnjährige spanische Staatsanleihen das Griechenland-Problem immer noch so stark im Fokus steht. Die Welt hat sich bereits schon weiter gedreht.</p>
<p>Letztlich geht es um ein Politikum, wobei man den Eindruck bekommt, Deutschland bewege sich nur ganz langsam und wolle eigentlich gar nichts von der Position seiner Partner wissen. Und wenn sich unsere Kanzlerin bewegt, dann sei das bestenfalls schrittweise, wie sie es selbst ausdrückte. Dabei ist die deutsche Regierung unlängst doch erst erstaunlich schnell vorangekommen, wenn man bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit die Rettung der spanischen Banken am vergangenen Wochenende vorangetrieben wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Behavioral Economics erhöht Verhandlungsgeschick </strong></p>
<p>Es scheint also bei der derzeitigen Krise der Eurozone nicht nur um den großen Wurf zu gehen, wie immer wieder gefordert wird. Eine Lösung, die von der deutschen Seite derzeit noch abgelehnt wird. Sei es, dass es um Eurobonds oder eine europäische Einlagensicherung geht. Vielmehr scheint Verhandlungsgeschick gefragt und damit auch der Einsatz der Erkenntnisse der Behavioral Economics/Finance.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Einfluss auf Fragen von Ethik und Moral</strong></p>
<p>Ich selbst durfte am Mittwochabend vor dem Länderspiel gegen Holland Gast bei Frank Meyers Metallwoche sein, wo es in einer Diskussionsrunde zum einen um die Verfassung der Finanzmärkte, zum anderen aber auch um die derzeitige Positionierung der Behavioral Economics ging. Im Laufe der Diskussion stellten wir schließlich fest, dass die Ideen der Verhaltensökonomik viel weiter gehen als eine Synthese aus Ökonomie und Psychologie zu bilden. Ihre Erkenntnisse beeinflussen auch die gesellschaftlichen, ethischen, moralischen und philosophischen Fragen der Finanzmärkte, aber letztlich unserer Gesellschaft. Dabei stellten wir immer wieder fest, wie ähnlich sich doch die Verhaltensweisen in den Märkten und in unserem Privatleben sind.</p>
<p>Einen fünfzehnminütigen Audioausschnitt der Diskussion, der sich vornehmlich mit den derzeitigen Entwicklungen an den Märkten beschäftigt, können Sie hier herunterladen.</p>
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<p>Das ganze Gespräch sowie einen Video-Zusammenschnitt finden Sie <a href="http://www.metallwoche.de/" target="_blank">hier</a>.</p>
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