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	<title>Faustregel Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Jun 2020 04:52:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von Faustregeln und &#8222;neuen&#8220; Korrelationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 04:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Faustregel]]></category>
		<category><![CDATA[Korrelationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie unwichtig derzeit ökonomische Daten für die Devisenmärkte sind, hat wieder einmal der gestrige Handelstag gezeigt. Vielleicht auch, weil deren Abweichung von den Prognosen der Ökonomen – verständlicherweise – immer noch riesig ist. So etwa die gestrige Publizierung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der Woche zum 13. Juni mit 1,508 Millionen die Median-Schätzung der Ökonomen (1,29 Millionen) bei weitem übertraf. Zwar ist der Wert der Erstanträge gegenüber der davorliegenden Woche (1,566 Mio.) gefallen, aber es hat den Anschein, dass sich der Rückgang bei den Anträgen zu verlangsamen scheint. So gesehen fällt es schwer, an die von einigen Vertretern der Trump-Administration beschworene V-förmige, pardon: I-förmige...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-faustregeln-und-neuen-korrelationen/">Von Faustregeln und &#8222;neuen&#8220; Korrelationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1215)</strong>             Wie unwichtig derzeit ökonomische Daten für die Devisenmärkte sind, hat wieder einmal der gestrige Handelstag gezeigt. Vielleicht auch, weil deren Abweichung von den Prognosen der Ökonomen – verständlicherweise – immer noch riesig ist. So etwa die gestrige Publizierung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der Woche zum 13. Juni mit 1,508 Millionen die Median-Schätzung der Ökonomen (1,29 Millionen) bei weitem übertraf. Zwar ist der Wert der Erstanträge gegenüber der davorliegenden Woche (1,566 Mio.) gefallen, aber es hat den Anschein, dass sich der Rückgang bei den Anträgen zu verlangsamen scheint. So gesehen fällt es schwer, an die von einigen Vertretern der Trump-Administration beschworene V-förmige, pardon: I-förmige<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Erholung der US-Ökonomie tatsächlich zu glauben.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12160" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/19062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/19062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/19062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Für jeden etwas dabei</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zum Glück gab es für die unverbesserlichen Optimisten aber auch den Philly Fed Index, der gestern die Erwartungen der Ökonomen (Median -21,4) mit +27,5 um beinahe 50 Punkte übertraf. Ein Kommentator merkte zu Recht an, dass er angesichts einer derartigen Abweichung schon etwas verwirrt sei. Zumal man nach dem miserablen Mai nun eine Erholung beim Juni-Wert des Index hätte erwarten können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass ich ohnehin der Ansicht bin, dass Fundamentaldaten sehr oft dazu missbraucht werden, etwaige Positionen – vornehmlich Schieflagen – zu rechtfertigen, scheinen sie bei der Einschätzung von Währungsentwicklungen seit März dieses Jahres ohnehin keine wichtige Rolle mehr zu spielen. Und nun haben es mancherorts auch die Kommentatoren gemerkt, dass die Währungen seit einigen Monaten<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><span style="color: #000000;">[2]</span></a> eher der Entwicklung an den Aktienmärkten als irgendwelchen ökonomischen Fundamentaldaten folgen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schuld daran soll nach Ansicht von Währungsstrategen die „Lawine“ billigen Geldes sein, in Bewegung gesetzt durch die US-Notenbank. Als ob die anderen großen Notenbanken nur tatenlos zugesehen und keine Stimulus-Programme beschlossen hätten. Und wer gar die Risikofreude/-aversion der Akteure vornehmlich an den gravierenden ökonomischen Folgen der COVID-19 Krise festmachen wollte, wurde möglicherweise in die Irre geführt. Tatsächlich gilt, so einige Währungsstrategen, anscheinend seit einigen Wochen die Faustregel: „Wenn der [US-Aktienindex] S&amp;P 500 fällt, steigt der Dollar“ – eine Regel, die natürlich auch vice versa gelten soll.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Korrelation mit begrenzter Haltbarkeit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie es sich dann immer mit solchen Korrelationen verhält: Hat erst die Masse der Marktteilnehmer sie entdeckt, funktionieren sie nicht mehr. Vor allen Dingen seit Beginn der Woche zeigen sich die Währungshändler leicht risikoavers, was sich in einem gestiegenen Greenback bzw. einem unter Druck geratenen Euro widerspiegelt. Während des gleichen Zeitraums, zumindest bis gestern Abend, hat der S&amp;P 500 indes immer noch mehr als 2 Prozent an Wert gewonnen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es kann natürlich sein, dass ich mir gemeinerweise ausgerechnet einen Zeitraum herausgesucht habe, der als veritables Gegenbeispiel für besagte Faustregel gut geeignet ist. Aber eines bleibt offenkundig: Der Euro hat sich bei den jüngsten kleinen Kursrückgängen im US-Aktienmarkt gegenüber dem Dollar überproportional zurückgebildet. Natürlich kann es gut sein, dass die Aktienmärkte diese Form der Risikoaversion noch nachholen. Aber unabhängig davon bleibt das Momentum des kurzfristigen Aufwärtstrends der Gemeinschaftswährung (zwischen <strong>1,1140</strong> und <strong>1,1550</strong>) unerfreulich niedrig und würde sich erst wieder oberhalb von <strong>1,1330</strong> verbessern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Dazu mehr <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/06/16/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref2" name="_ftn2"><span style="color: #000000;">[2</span>]</a> Vgl. etwa den gestrigen Beitrag der Financial Times, den sie als Abonnent dieser Zeitung in voller Länge <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.ft.com/content/9cdee0fa-a4a1-44d4-a091-21ceeb6fcea1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> abrufen können</span></p>
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		<title>Alles halb so schlimm?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2019 06:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Faustregel]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt(e)]]></category>
		<category><![CDATA[technische Rezession]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Referenzpunkte haben etwas Verführerisches, vor allen Dingen, wenn es um ökonomische Daten geht. Denn wenn man eine Orientierung benötigt, genügt es manch einem, einfach nur die Median-Erwartung von Ökonomen zurate zu ziehen, um zu beurteilen, ob etwas hoch oder tief, gut oder schlecht ist. Und diese verkürzte Sichtweise mag auch für die gestrige Bekanntgabe der Frühschätzung für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) gelten. Dieses ist im dritten Quartal mit einem Plus von 0,1 Prozent (ggü. Vorquartal) besser ausgefallen als gedacht – viele Ökonomen hatten eigentlich mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Dies hätte nach dem BIP-Rückgang von 0,2 Prozent im zweiten Quartal eine „technische Rezession“ bedeutet...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/alles-halb-so-schlimm/">Alles halb so schlimm?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1025)</strong>             Referenzpunkte haben etwas Verführerisches, vor allen Dingen, wenn es um ökonomische Daten geht. Denn wenn man eine Orientierung benötigt, genügt es manch einem, einfach nur die Median-Erwartung von Ökonomen zurate zu ziehen, um zu beurteilen, ob etwas hoch oder tief, gut oder schlecht ist. Und diese verkürzte Sichtweise mag auch für die gestrige Bekanntgabe der Frühschätzung für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) gelten. Dieses ist im dritten Quartal mit einem Plus von 0,1 Prozent (ggü. Vorquartal) besser ausgefallen als gedacht – viele Ökonomen hatten eigentlich mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Dies hätte nach dem BIP-Rückgang von 0,2 Prozent im zweiten Quartal eine „technische Rezession“ bedeutet<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. <img decoding="async" class="alignright wp-image-11316" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/15112019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/15112019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/15112019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine technische Rezession auf die Schnelle möglich<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch einmal Glück gehabt, könnte man sagen. Ja, die heimische Nachfrage – öffentlich wie privat – habe die Schwäche beim Auftragseingang der Industrie wettgemacht, stellten Kommentatoren vielerorts – leicht überrascht – fest. Nimmt man indes einen anderen Referenzpunkt, die ebenfalls gestern veröffentlichte vorläufige Wachstumszahl für die Eurozone von +0,2 Prozent im dritten Quartal, als Vergleich, hinkt Deutschland etwas hinterher. Aber: Das Plus der Eurozone entsprach „nur“ der Erwartung der Ökonomen. Also zählt dieser Vergleich nicht wirklich. Und in der Wahrnehmung vieler Akteure blieb unter dem Strich eine „deutsche Überraschung“ haften.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn es sich beim deutschen BIP für das dritte Quartal nur um eine vorläufige Zahl handelt: Sollte diese sich bewahrheiten, könnten sich besorgte Mitbürger zurücklehnen, zumal die nächste technische Rezession frühestens nach zwei hintereinander liegenden Negativ-Quartalen möglich und deren Veröffentlichung ohnehin erst Mitte Mai 2020 zu erwarten wäre.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stimulus-Paket bis auf weiteres verschoben</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mich regen solche Wirtschaftszahlen nicht wirklich auf. Aber Andere machen zwischen einem kleinen Plus und einem kleinen Minus einen (zu) großen Unterschied. Zumindest dürften sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz bestätigt fühlen, nicht sogleich dem Ruf nach großen fiskalischen Stimulus-Paketen nachgegeben zu haben, weil bis vor kurzem noch eine Rezession für Deutschland erwartet worden war. Der von den Politikern geforderte Beweis, dass es tatsächlich schlecht um Deutschlands Wachstum steht, ist zumindest mit den gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten für Deutschland allem Anschein nach nicht erbracht worden. Und er ist nun, wie gesagt, erst Mitte Mai kommenden Jahres wieder möglich. Da kann die Europäische Zentralbank lamentieren, wie sie möchte – sie wird die von ihr geforderte fiskalpolitische Unterstützung für den geldpolitischen Kurs nicht bekommen. Nicht bevor das Kind richtig in den Brunnen gefallen ist. Was allerdings viel schneller als gedacht und ausgelöst durch eine externe Krise, etwa einem Scheitern der US-chinesischen Handelsgespräche, geschehen könnte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen, so scheint es, haben sich die Euro-Bären gestern umsonst abgemüht. Denn der Auslöser für einen kurzfristigen Abwärtstrend bei <strong>1,0985/90</strong> hat dem Abgabedruck standgehalten. Damit besteht, wie bereits am Vortag erwähnt, die Gefahr, dass das entscheidende Euro-Angebot an besagter Stelle soweit aufgebraucht sein könnte, dass statt eines Trends lediglich ein Rohrkrepierer („false break) herauskommt. Mehr noch: Das Risiko vergleichsweise heftiger Gegenbewegungen hat sich mittlerweile deutlich erhöht. Um den Euro allerdings nachhaltiger aus der derzeitigen Gefahrenzone zu bringen, müsste die Gemeinschaftswährung wie zuvor mindestens <strong>1,1105</strong> überschreiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Eine „technische Rezession“ ist bekanntlich gegeben, wenn die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale hintereinander negativ ausfällt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/alles-halb-so-schlimm/">Alles halb so schlimm?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Faustregel als Falle</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2019 05:58:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Faustregel]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Jerome Powell]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Faustregeln haben den großen Vorteil, dass sie gerade bei Entscheidungen unter Zeitdruck zu schnellen Ergebnissen führen. Verbunden mit dem Nachteil, dass diese Ergebnisse manchmal nicht genau sind oder sogar in die Irre führen. Genauso eine Faustregel galt bislang auch im Devisenhandel, wenn es um Streitigkeiten im Handelskonflikt zwischen den USA und China...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/">Faustregel als Falle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1220)</strong>             Faustregeln haben den großen Vorteil, dass sie gerade bei Entscheidungen unter Zeitdruck zu schnellen Ergebnissen führen. Verbunden mit dem Nachteil, dass diese Ergebnisse manchmal nicht genau sind oder sogar in die Irre führen. Genauso eine Faustregel galt bislang auch im Devisenhandel, wenn es um Streitigkeiten im Handelskonflikt zwischen den USA und China ging. Flammten diese auf, zog der US-Dollar gewöhnlich an, und bahnte sich eine Lösung der Streitigkeiten an, geriet der Greenback unter Druck. Diese Faustregel schien zumindest gestern außer Kraft gesetzt zu sein. Zwar konnte sich der Dollar gegenüber dem Euro am Vormittag tatsächlich etwas befestigen. Doch erholte sich die Gemeinschaftswährung wieder – der gestrige Kurssprung am Nachmittag ist ein Indiz dafür, dass ein paar Händler trotz des zu eskalieren drohenden Handelskonflikts auf dem falschen Fuß erwischt worden waren. Eine Faustregel, die sich als Falle erwies. Dies ist vor allen Dingen deswegen bemerkenswert, als der ökonomische Kalender gestern nicht gerade mit bedeutenden oder überraschenden Daten gespickt war.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10528" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/10052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Schließlich gab es eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell, die im Vorfeld von einigen Marktteilnehmern als „ganz wichtig“ eingestuft wurde. Powell sprach bei der Eröffnung einer Konferenz mit dem Titel &#8222;Renewing the Promise of the Middle Class“. Studiert man dabei den Redetext <span style="color: #000000;">(<a style="color: #000000;" href="https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/powell20190509a.htm"><strong>HIER</strong></a>)</span>, wird man schwerlich einen Hinweis auf die Geldpolitik der Notenbank finden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fragwürdiges Rezessionssignal </span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer jedoch auf der Suche nach Rezessionssignalen gewesen sein sollte, wäre gestern fast fündig geworden. Denn der Renditevorsprung der zehnjährigen US-Staatsanleihen gegenüber T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit war zum Ende der europäischen Handelssitzung auf null geschrumpft. Wir erinnern uns: Im März dieses Jahres wurde eine Inversion bei diesen beiden Fälligkeiten – diese wird mancherorts als Vorbote einer Rezession gesehen – beobachtet. Ganz nebenbei bemerkt: Bis zum August vergangenen Jahres schauten die Marktteilnehmer diesbezüglich noch auf den sogenannten Spread zwischen Anleihen mit 10- und 2-jähriger Laufzeit. Und der betrug gestern +20 Basispunkte.    </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Wenn man infolge des US-chinesischen Handelskonflikts mit sinkenden Leitzinsen rechnet, sollte man auf die implizite Wahrscheinlichkeit blicken, die sich für mindestens eine Zinssenkung bis zum Jahresende (vgl. CME FedWatch Tool) seit vergangenen Donnerstag von knapp 50 auf nunmehr 58 Prozent erhöht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Bei all diesen Argumenten darf jedoch nicht vergessen werden, dass die gestrige Handelsspanne des Euro deshalb relativ groß erscheint, weil sich der Euro in den beiden Wochen zuvor in noch engeren Bahnen bewegt hat. Ein Kontrast, der vermutlich eher technischen Faktoren zuzuschreiben ist und sich letztlich in einem kleinen Sprung des Euro manifestierte. Zumal der kurzfristige Euro-Abwärtstrend (<strong>1,1255</strong> bis <strong>1,10<u>60/65</u></strong>) bereits an den Tagen zuvor fast zum Erliegen gekommen und die Oberseite immer noch etwas durchlässiger ist. Daran änderte bislang auch die Anhebung der Sonderzölle auf China-Importe seitens der USA im Volumen von 200 Mrd. USD von 10 auf 25 Prozent nichts. Die Regelung trat heute früh um 6 Uhr ME(S)Z in Kraft, nachdem bei den US-chinesischen Handelsgesprächen kein Durchbruch erzielt worden war. Letztere sollen heute immerhin fortgesetzt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/">Faustregel als Falle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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