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	Kommentare zu: Ein Wut-Votum	</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		Von: Von der einfachen Information zur Ideologie - Joachim Goldberg		</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1022</link>

		<dc:creator><![CDATA[Von der einfachen Information zur Ideologie - Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 08:41:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] etwa bei wichtigen politischen Entscheidungen, wie etwa unlängst dem Brexit-Referendum (vgl. HIER), meist nicht Kosten oder Nutzen einer Entscheidung gegeneinander abgewogen. Vielmehr sind es am [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] etwa bei wichtigen politischen Entscheidungen, wie etwa unlängst dem Brexit-Referendum (vgl. HIER), meist nicht Kosten oder Nutzen einer Entscheidung gegeneinander abgewogen. Vielmehr sind es am [&#8230;]</p>
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		Von: Stimmen: Das Zeichen an der Wand&#8230;		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stimmen: Das Zeichen an der Wand&#8230;]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 11:05:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Nachtrag: (1.7.16) Kishor H. Sridhar legt in „Großbritannien hat bei den Gesprächen mit der EU die besseren Karten“ dar, dass die politischen Köpfe Großbritanniens gute Chancen haben, den Brexit besser gestalten zu können, als es derzeit scheint &#8211; womöglich sogar mit völlig überraschenden Optionen. Voraussetzung ist, dass sie nach der derzeitigen Phase der Orientierungslosigkeit ihre Trümpfe geschickt und kreativ ausspielen und den Faktor Zeit klug für sich nutzen. (1.7.16) Cass R. Sunstein, Harvard-Professor für Rechtswissenschaft, sieht beim Abstimmungsergebnis zugunsten eines Brexit auch empörte Bürger, die auf diesem Wege ihrer Wut über das Establishment Ausdruck geben wollten. Konsequenzen gleich welcher Art spielten dabei nur eine untergeordnete Rolle. (h/t Joachim Goldberg) [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Nachtrag: (1.7.16) Kishor H. Sridhar legt in „Großbritannien hat bei den Gesprächen mit der EU die besseren Karten“ dar, dass die politischen Köpfe Großbritanniens gute Chancen haben, den Brexit besser gestalten zu können, als es derzeit scheint &#8211; womöglich sogar mit völlig überraschenden Optionen. Voraussetzung ist, dass sie nach der derzeitigen Phase der Orientierungslosigkeit ihre Trümpfe geschickt und kreativ ausspielen und den Faktor Zeit klug für sich nutzen. (1.7.16) Cass R. Sunstein, Harvard-Professor für Rechtswissenschaft, sieht beim Abstimmungsergebnis zugunsten eines Brexit auch empörte Bürger, die auf diesem Wege ihrer Wut über das Establishment Ausdruck geben wollten. Konsequenzen gleich welcher Art spielten dabei nur eine untergeordnete Rolle. (h/t Joachim Goldberg) [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Joachim Goldberg		</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1019</link>

		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 18:34:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1018&quot;&gt;Klaus Singer&lt;/a&gt;.

Lieber Herr Singer, haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort. Bei der Brexit-Wahl sind für mich die EU-Bürokraten und das britische politische Establishment zweierlei. Sicherlich dürfte sich bei einem vergleichbaren Referendum hierzulande – falls es so etwas überhaupt jemals geben sollte – bei der Abstimmung eine stärkere Aversion gegen die Euro-Bürokratie niederschlagen als etwa in Großbritannien. In UK dürfte das politische Establishment bei der Abstimmung viel stärker im Vordergrund gestanden sein. 

Natürlich ist Ungleichheit nicht nur ein ökonomisch realer und messbarer Vorgang. Dabei war das Brexit-Referendum von den befürwortenden Politikern für mein Empfinden so geführt, dass durch den starken Gebrauch von Parolen und teilweise nicht zutreffender Fakten vor allen Dingen die Emotionen der Bürger angesprochen und gezielt verstärkt wurden. Nun hat sich herausgestellt, dass hinter diesen Parolen nicht allzu viel zu stecken scheint und sich einige Protagonisten des Brexit damit schwertun, die Worthülsen mit konstruktiven Vorschlägen zu unterfüttern oder gar politische Verantwortung zu übernehmen.

Mich hat die sogenannte „Behavioral Public Choice“, eine recht junge Wissenschaftsdisziplin, die sich mit dem irrationalen Verhalten politischer Akteure und Wähler beschäftigt und dessen Folgen für Politik und Gesellschaft untersucht, geradezu begeistert. Einige Experten dieser Forschungsrichtung waren davon überzeugt, dass sich die Wähler gerade in einem emotional aufgeladenen Umfeld wie dem Brexit-Referendum für die Option entscheiden würden, mit der sie sich im Augenblick wohl fühlen, während der langfristige Nutzen oder Kosten ihrer Wahl in den Hintergrund getreten sind. 

Was man gegen solche Bauchentscheide machen kann, finden Sie auf die Schnelle etwa in meiner Quelle von Cass Sunstein:
http://www.bloomberg.com/view/articles/2016-06-28/when-outrage-clouds-political-judgment-in-u-k-and-beyond  

Wenn sich die Politiker beider Lager etwas mehr um diese Ratschläge geschert hätten, stünden sie jetzt vermutlich nicht änden da. Ich selbst werde mich zu den „wertvollen Diensten“ der Verhaltensökonomik für die Politik zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher äußern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1018">Klaus Singer</a>.</p>
<p>Lieber Herr Singer, haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort. Bei der Brexit-Wahl sind für mich die EU-Bürokraten und das britische politische Establishment zweierlei. Sicherlich dürfte sich bei einem vergleichbaren Referendum hierzulande – falls es so etwas überhaupt jemals geben sollte – bei der Abstimmung eine stärkere Aversion gegen die Euro-Bürokratie niederschlagen als etwa in Großbritannien. In UK dürfte das politische Establishment bei der Abstimmung viel stärker im Vordergrund gestanden sein. </p>
<p>Natürlich ist Ungleichheit nicht nur ein ökonomisch realer und messbarer Vorgang. Dabei war das Brexit-Referendum von den befürwortenden Politikern für mein Empfinden so geführt, dass durch den starken Gebrauch von Parolen und teilweise nicht zutreffender Fakten vor allen Dingen die Emotionen der Bürger angesprochen und gezielt verstärkt wurden. Nun hat sich herausgestellt, dass hinter diesen Parolen nicht allzu viel zu stecken scheint und sich einige Protagonisten des Brexit damit schwertun, die Worthülsen mit konstruktiven Vorschlägen zu unterfüttern oder gar politische Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Mich hat die sogenannte „Behavioral Public Choice“, eine recht junge Wissenschaftsdisziplin, die sich mit dem irrationalen Verhalten politischer Akteure und Wähler beschäftigt und dessen Folgen für Politik und Gesellschaft untersucht, geradezu begeistert. Einige Experten dieser Forschungsrichtung waren davon überzeugt, dass sich die Wähler gerade in einem emotional aufgeladenen Umfeld wie dem Brexit-Referendum für die Option entscheiden würden, mit der sie sich im Augenblick wohl fühlen, während der langfristige Nutzen oder Kosten ihrer Wahl in den Hintergrund getreten sind. </p>
<p>Was man gegen solche Bauchentscheide machen kann, finden Sie auf die Schnelle etwa in meiner Quelle von Cass Sunstein:<br />
<a href="http://www.bloomberg.com/view/articles/2016-06-28/when-outrage-clouds-political-judgment-in-u-k-and-beyond" rel="nofollow ugc">http://www.bloomberg.com/view/articles/2016-06-28/when-outrage-clouds-political-judgment-in-u-k-and-beyond</a>  </p>
<p>Wenn sich die Politiker beider Lager etwas mehr um diese Ratschläge geschert hätten, stünden sie jetzt vermutlich nicht änden da. Ich selbst werde mich zu den „wertvollen Diensten“ der Verhaltensökonomik für die Politik zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher äußern.</p>
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		<title>
		Von: Klaus Singer		</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1018</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Singer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 17:48:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Guten Tag Herr Goldberg, Sie schreiben, „die Brexit-Befürworter haben nicht in erster Linie die EU-Bürokraten abgewählt, sondern ein politisches Establishment, ...“ Sind die „EU-Bürokraten“ nicht Untermenge von „politisches Establishment“? Ist es nur ein Gefühl, dass sich die Brexit-Befürworter in den vergangenen Jahrzehnten mehrheitlich alleingelassen und ökonomisch zunehmend ungerecht behandelt fühlten? Oder hat dieses Gefühl eine reale Basis? Geht es in erster Linie um Befindlichkeiten oder um reale (politische und ökonomische) Vorgänge, an denen (mitunter verquere) Gefühle anknüpfen? Im ersten Fall braucht man Psychologen, im zweiten müsste man etwas an den Verhältnissen ändern. Wie könnten die „wertvollen Dienste“ aussehen, die die Verhaltensökonomik bei weiteren Referenden leisten kann?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag Herr Goldberg, Sie schreiben, „die Brexit-Befürworter haben nicht in erster Linie die EU-Bürokraten abgewählt, sondern ein politisches Establishment, &#8230;“ Sind die „EU-Bürokraten“ nicht Untermenge von „politisches Establishment“? Ist es nur ein Gefühl, dass sich die Brexit-Befürworter in den vergangenen Jahrzehnten mehrheitlich alleingelassen und ökonomisch zunehmend ungerecht behandelt fühlten? Oder hat dieses Gefühl eine reale Basis? Geht es in erster Linie um Befindlichkeiten oder um reale (politische und ökonomische) Vorgänge, an denen (mitunter verquere) Gefühle anknüpfen? Im ersten Fall braucht man Psychologen, im zweiten müsste man etwas an den Verhältnissen ändern. Wie könnten die „wertvollen Dienste“ aussehen, die die Verhaltensökonomik bei weiteren Referenden leisten kann?</p>
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		<title>
		Von: Ein Wut-Votum &#124; Die Börsenblogger		</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-wut-votum/#comment-1017</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ein Wut-Votum &#124; Die Börsenblogger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 14:01:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Auf www.der-goldberg.de geht es weiter [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Auf <a href="http://www.der-goldberg.de" rel="nofollow ugc">http://www.der-goldberg.de</a> geht es weiter [&#8230;]</p>
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