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Es wird schlimm enden

von Joachim Goldberg am 19. Mai 2016

Erst vor wenigen Tagen ließ der bekannte Aktienstratege eines international renommierten Geldhauses die Prognose verlauten, der DAX könne unter 3000 Punkte fallen. Und auch seine Vorhersage für den S&P 500 fiel düster aus – so sieht er den breiten US-Aktienindex von derzeit mehr als 2000 Zählern auf 550 Punkte abstürzen. Ja, im Zuge einer Rezession könnte möglicherweise sogar der US-Leitzins auf minus 5 Prozent gedrückt werden. US-Staatsanleihen bei einer Rendite von minus einem Prozent? Das alles klingt vollkommen unrealistisch, und doch finden diese Prognosen Platz in einem renommierten deutschen Finanzblatt. Und das obwohl derselbe Anlagestratege bereits im Jahr 2010 mit einem ähnlich fürchterlichen Depressionsszenario nicht Recht behalten hatte.

Dennoch scheinen Anleger und Investoren solche Geschichten insgeheim zu lieben. Nicht umsonst bekommen Untergangsszenarien im Internet mehr „follower“ und „likes“ als eine fast schon langweilig anmutende Prognose, dass der DAX mittel- bis langfristig auf 18.000 Zähler steigen könnte. Warum wir den Börsenhorror – aus sicherer Entfernung versteht sich – so faszinierend finden, damit beschäftigt sich mein Thema des Monats Mai, das ich HIER für die WGZ Bank erstellt habe.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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