Märkte

US-Aktienindex bestimmt Notenbankpolitik

von Joachim Goldberg am 24. Februar 2016

Kaum hat sich der Aktienmarkt etwas erholt, könnte man meinen, dass auch die US-Zentralbanker ihre Meinung ändern. Gerade die gestrigen Statements von Mitgliedern des Offenmarktausschusses hören sich nicht gerade danach an, als ob man in diesem Jahr keine Zinserhöhung mehr erwarten dürfte. Und so bekomme ich immer mehr den Eindruck, der S&P 500 Index spiegelt gewissermaßen den gefühlten Stand des Bruttoinlandsprodukts der USA wider. Gerät dieses Barometer zu sehr unter Druck, melden sich sogleich einige Vertreter der Fed inklusive ihrer Präsidentin Janet Yellen, man könne Negativzinsen nicht ausschließen. Jetzt ist davon keine Rede mehr und niemand hat vor, in den USA ein derartiges Werkzeug jemals einzusetzen. Mehr noch, wird die Wirksamkeit von Negativzinsen ohnehin zunehmend – vor allem ausgerechnet in Japan – infrage gestellt, so dass in der Wahrnehmung manches Börsianers den Notenbankern die Munition im Kampf gegen die Deflation auszugehen scheint.

Zumindest haben die institutionellen Akteure, die die Börse Frankfurt allwöchentlich um eine Prognose bittet, weitere bullishe DAX-Fantasien ad acta gelegt, weswegen sich die Stimmung dieser Händler im Vergleich zur Vorwoche verschlechtert hat. Erstaunliches, wenn nicht gar Dramatisches hat sich unterdessen bei den Privatanlegern getan. Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, habe ich in meinem wöchentlichen Kommentar HIER ausgeführt.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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