Märkte

Ist die Aktie doch nicht alternativlos?

von Joachim Goldberg am 25. November 2015

Jetzt ist es einigen Börsianern doch zu viel geworden. Dennoch ist unklar, was genau die Privatanleger, die die Börse Frankfurt heute nach ihrer Stimmung befragt hat, zu Gewinnmitnahmen oder gar zu Short-Positionierungen veranlasst hat. Denn erstaunlicherweise hatten gerade diese Akteure nach den Terroranschlägen in Paris vom 13. November kaum Angst gezeigt. Deswegen bezweifle ich auch, dass ausgerechnet der jüngste Abschuss des russischen Militärflugzeugs durch türkische Streitkräfte zu einer Flucht aus deutschen Standardwerten geführt hat. Zumal viele Akteure derzeit keine profitable Alternative zur Aktie sehen.

Vielleicht galten die Verkäufe eher so banalen Gründen wie der Tatsache, dass der DAX zwar seine 200-Tage-Linie von unten nach oben überschritten (Kaufsignal), aber diese genauso schnell wieder unterschritten hatte, was vielerorts immer noch als Verkaufssignal gesehen wird. Auch wenn ich nichts von dieser Sichtweise halte. Denn warum sollten ausgerechnet die durchschnittlichen Preise der vergangenen 200 Handelstage – vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um frühere Einstandspreise der Akteure – für den DAX wegweisend sein?

Was hingegen die neue Stimmungslage für den DAX bedeutet, habe ich unterdessen dieses Mal für die Börse Frankfurt HIER kommentiert.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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