Märkte

Chinas Börsen – ein Psychogramm

von Joachim Goldberg am 17. September 2015

Wenn ein Aktienindex innerhalb eines Jahres um rund 157 Pro­zent an Wert gewinnt und danach in nicht einmal elf Wochen 45 Pro­zent verliert, ist man schnell geneigt, von einer Speku­lations­­blase und deren Platzen zu sprechen. Die Rede ist vom chine­sischen Aktienmarkt, gemessen am Shanghai Composite Index, der genau diesen Verlauf genommen hat. Und weil schätzungsweise 80 Prozent der Umsätze an der Börse in Shanghai Privatanlegern zugeschrieben werden, erinnert die ganze Geschichte an die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende.

Motivation genug für mich, das Thema des Monats September, das ich wie immer HIER für die WGZ Bank erstellt habe, der Anlegerpsychologie an Chinas Börsen zu widmen. Der im August angekündigte zweite Teil zur Ökonomie des Glücks ist aus aktuellem Anlass auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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