Märkte

Über die Fed, die Stimmung und paradoxe Reaktionen

von Joachim Goldberg am 16. September 2015

Eigentlich hatte ich erwartet, dass in der vergangenen Woche das Erreichen des bisherigen DAX-September-Hochs von etwas mehr als 10.500 Punkten mehr Anleger dazu verleiten würde, ihre optimistische Haltung zu überdenken und ihre Long-Positionen glattzustellen. Zumal immer noch offen ist, ob die US-Notenbank ihre erste Zinsanhebung seit Beginn der Finanzkrise nicht doch noch Morgen verkünden wird. Oder ist das Thema bereits ausreichend und in allen Varianten – jetzt ist sogar mancherorts ein symbolischer Mini-Zinsschritt von einem Achtelprozent in der Diskussion – zerredet, dass man keine Angst mehr vor der heute beginnenden Sitzung des Offenmarktausschusses hat? Die Anleihehändler jedenfalls scheinen auf Nummer sicher zu gehen und haben ihre Engagements gestern reduziert.

Wie sich die Aktienhändler unterdessen verhalten haben, können Sie meinem Kommentar zur heutigen Stimmungserhebung der Börse Frankfurt HIER entnehmen. Meines Erachtens könnte es bei ihnen durchaus zu paradoxen Reaktionen kommen, was momentan allerdings nur wenige Marktteilnehmer in ihr Kalkül miteinbeziehen.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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