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Immer wieder Neues zum Schweizer Franken – oder: Was Sie im September möglicherweise verpasst haben…

von Joachim Goldberg am 5. Oktober 2011

Auch gestern kursierten wieder einmal im Devisenmarkt Gerüchte, die Schweizer Nationalbank (SNB) werde möglicherweise ihren Interventionsboden gegenüber dem Euro hoch setzen. Nachdem es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Spekulationen gegeben hatte, der derzeitige Mindestkurs des Euro werde von 1,20 auf 1,25 CHF erhöht, sprach man gestern sogar von 1,30 CHF. Natürlich könnte man der SNB unterstellen, sie würde – sofern sich die Gerüchte als stichhaltig erweisen – die Akteure zu spekulativen Eurokäufen verleiten, um der Nationalbank die Arbeit eigener Interventionen abzunehmen. Wobei allerdings vergessen wird, dass diese Käufe im Falle einer tatsächlichen Erhöhung der Euro-Interventionsgrenze von den Händlern mit Gewinn und letztlich doch wieder (und das womöglich mit einem deutlich höheren Kurs als notwendig) an die SNB verkauft würden. Warum um alles in der Welt, sollte sich die SNB derart unter Druck setzen, wo man doch schon mit der 1,20er Untergrenze den Eindruck hat, der Euro habe in den vergangenen beiden Wochen nicht wirklich einen Aufwärtstrend entwickeln können? Wo es sich bei dieser Entwicklung doch um ein Indiz handelt, dass Franken von langfristiger Seite immer noch benötigt werden.

Dass der Schweizer Franken auch bei unseren Lesern reges Interesse hervorgerufen hat, zeigt die Hitliste unserer schriftlichen Blog-Beiträge, die von „Ein schwerer Sündenfall“ im September angeführt wurde. Auf Platz zwei fanden wir „Der sicherste Goldtresor der Welt“ vor, ein Artikel, der sich mit der Aufbewahrung physischen Goldes beschäftigt. Auf der dritten Position landete das leidige Thema der Horrorszenarien „Willkommen in der Kammer des Schreckens“ – ein Kommentar, der möglicherweise auch Fans von Harry Potter angezogen haben mag.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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