Wirtschaft

Hat die Ölpest am Ende auch noch ihr Gutes?

am
22. Juni 2010

Obwohl  wir immer noch  empört darüber sein mögen, wie mittlerweile Millionen Barrel Rohöl in den Golf von Mexiko gespült wurden, könnte es sein, dass einige von uns bereits in drei Monaten ganz anders über dieses Problem denken. Nicht weil wir uns an die Ölpestnachrichten gewöhnt hätten und sie nicht mehr hören können. Vielmehr betragen die Kosten, die dieser Unfall BP bislang gekostet hat, an die zwei Mrd. USD. Und die gehen in die Berechnung des US-BIP für das zweite Quartal ein. Zu, dem, was die Ökonomen als Wachstum bezeichnen, worüber Kommentatoren und Analysten am Ende gar jubilieren, gehören nämlich Schlammbeseitigung, die Säuberung hilfloser Vögel, aber auch PR-, Verwaltungs- und Anwaltskosten etc. Vielleicht wäre es endlich an der Zeit, noch einmal ernsthaft über alternative Maße wirtschaftlicher Aktivität nachzudenken. Ein Messzahl, die das widerspiegelt, was normale denkende Menschen unter Fortschritt verstehen.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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