Gesellschaft Märkte Politik Wirtschaft

Im Zweifel entscheidet der Bauch

von Joachim Goldberg am 16. Juni 2016

Tower Bridge in London, the UK. Dramatic stormy and rainy cloudsJüngste Umfragen von Meinungs­­­forschungsinstituten zum bevor­stehenden Referendum in Großbritannien zeigen einen leichten Vorsprung der Befürworter eines Brexits an. Dabei schwanken die Umfragewerte zunehmend. Allerdings wird die Prognosekraft der sowohl am Telefon als auch Online vorgenommenen Umfragen von Kom­mentatoren häufig bezweifelt. Bei den britischen Wettbüros liegt allerdings immer noch das Remain-Camp vorne, allerdings mit abnehmender Tendenz.

Andere wiederum entwickeln mehr oder weniger schlimme Szenarien, falls es tatsächlich zu einem Brexit kommen sollte. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eines dieser Szenarien eintritt, extrem gering. Denn dafür ist die Komplexität aller möglichen Folgen und Auswirkungen auch auf andere politische Bereiche samt aller möglichen Kosten und Nutzen schlichtweg zu hoch. Deswegen dürften sich viele Manager in Unternehmen ebenso überfordert fühlen wie die Mehrheit der Wähler auch. Statt rationale Entscheidungen treffen zu können, dürfte am Tag der Abstimmung eher der Bauch votieren. Für welche Faustregeln und mentalen Kurzschlüsse dabei die Wählerinnen und Wähler besonders anfällig sind, damit beschäftigt sich das Thema des Monats Juni, das ich wie immer für die WGZ Bank HIER erstellt habe.

SCHLAGWÖRTER

Die dargestellten Analysen, Techniken und Methoden dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar, sondern spiegeln lediglich die Meinung des Autors wider. Goldberg & Goldberg übernimmt keine Art von Haftung für die Verwendung dieser Kommentare oder deren Inhalt. Die Berichte stellen keine Finanzanalyse im Sinne des § 34b WpHG, Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Handeln dar. Darüber hinaus verweisen wir auf unseren Disclaimer.

5 Kommentare
  1. Antworten

    R.Drossel

    16. Juni 2016

    Guten Tag Herr Goldberg,

    vielen Dank für Ihre Analyse zum Thema ‚Verzerrung rationaler Entscheidungen‘.
    Ich hatte schon gedacht, dass ich alleine bin auf weiter Flur, die so denkt. Die nationalen Gesellschaften Europas unterliegen zunehmend ( beängstigend) diesem Phänomen und leider auch in erschreckendem Maße das gebildete(?) Bürgertum, zu dem ich mich auch zähle.
    Ich würde mir wünschen,dass man Sie mehr in der Öffentlichkeit mit Ihrer Meinung wahrnehmen würde, insbesondere im freien Vertrieb. Es wäre politisch sehr wichtig. – Wir sind uns mal vor Jahren, ich glaube bei Invesco Frankfurt, begegnet, als Sie dort einen Vortrag hielten, zu diesem ich extra anreiste.
    Freundliche Grüße
    Ruth Drossel

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

ÄHNLICHE BEITRÄGE
Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

NEWSLETTER
Melden Sie sich zu unserem regelmäßigem Newsletter an.

Sollten während der Anmeldung Fehler auftreten (z.B. bei deaktiviertem Javascript), senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihren Daten an joachim[at]goldberg-goldberg.com.

Ihre Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Newsletters genutzt. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und können jederzeit widerrufen werden.

Archiv