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Krieg der Währungen?

von Joachim Goldberg am 19. Februar 2015

Als die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar verkündete, dass sie die seit gut drei Jahren festgesetzte Obergrenze des Schweizer Franken gegenüber dem Euro nicht länger durch Interventionen verteidigen werde, markierte diese Episode einen weiteren unrühmlichen Höhepunkt und Resultat dessen, was man auch als Abwertungswettlauf bezeichnen könnte. Letztlich ist ein Abwertungswettlauf jedoch nichts anderes als ein Wirtschaftskonflikt, bei dem Staaten nacheinander mehr oder weniger absichtsvoll versuchen, über die Verbilligung ihrer Währung die eigene Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Volkswirtschaften zu verbessern. Besonders aktiv waren in der Vergangenheit in dieser Hinsicht Japan und China, das für sein „Management“ des Yuan von den USA sogar zeitweise heftig kritisiert wurde.

In der jüngsten Vergangenheit wurde – auch wegen des drastischen Wertverlusts russischen Rubels bis Ende Januar – von den Kommentatoren wieder einmal martialisch von einem Währungskrieg gesprochen, obwohl es sich gerade beim Verfall des Rubels nicht um eine Abwertung handelte, mit der man die Wettbewerbsfähigkeit Russland steigern wollte. Grund genug jedenfalls, meinem Thema des Monats Februar, das ich wie immer für die WGZ Bank erstellen durfte, den Titel „Währungen unter Spannung und globaler Abwertungswettlauf“ zu geben. Meine Ausführungen dazu können Sie HIER finden.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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