Behavioral Living Märkte

Zwischen Märkten und Hedonismus

von Joachim Goldberg am 7. April 2014

Normalerweise mache ich keine Werbung, wenn es um Konsumgüter geht. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen, heute auf einen Artikel im manager magazin online hinzuweisen (hier), der sich mit libanesischen Wein beschäftigt. Ich finde den Beitrag deswegen so interessant, weil ich meinen eigenen Weinkonsum überwiegend auf Bordeaux-Weine begrenzt habe und normalerweise nicht allzu viele Alternativen an mich heranlasse. Manch einer mag dies für engstirnig halten, gerade weil andere Regionen dieser Welt in Sachen Wein ebenfalls sehr reizvoll und längst nicht so teuer sind wie manche Premier Cru.

Warum aber dann ausgerechnet Libanon? Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen bei einer Bordeaux-Weinprobe einen so genannten Piraten[1] untergeschmuggelt zu bekommen, der sich hinterher als ein fantastischer Chateau Musar herausstellen sollte. Seitdem habe ich mich mit diesem libanesischen Wein, der übrigens unter Weinliebhabern nicht unumstritten ist, intensiv befasst und mit lieben Freunden immer wieder tolle Verkostungserlebnisse haben dürfen. Verbunden mit orientalischem Essen ist das ein Hochgenuss. Und im Vergleich zu den manchmal überteuerten Bordeaux (Achtung, hoher Anker!) eine relativ (ich betone relativ) günstige Alternative.

Natürlich werden Sie sich jetzt fragen, was dies mit Behavioral Finance bzw. Behavioral Economics zu tun hat. Letztlich habe ich mich mit diesen Fachgebieten vor allen Dingen deswegen beschäftigt, weil ich zum einen Finanzmärkte verstehen und meine Erfahrungen damit weitergeben möchte. Zum anderen geht es mir aber auch darum, die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens zu nutzen.

Wen jedoch meine hedonistischen Ausflüge nicht so sehr interessieren, dem darf ich – wie übrigens auch den anderen Lesern – meinen heute zum ersten Mal für die WGZ Bank als Newsletter publizierten Goldbergs Wochenausblick zu DAX® und EuroStoxx50® ans Herz legen, den Sie hier abrufen können und der in Zukunft montags erscheinen wird. Daneben wird es an jedem dritten Donnerstag im Monat eine Kolumne Goldbergs Thema des Monats geben, die sich mit einem ausgewählten Sonderthema aus der Welt der Finanzmärkte mit Schwerpunkt auf die Behavioral Finance befassen wird.



[1] Das ist bei einer Blindverkostung ein Wein, der zum Motto der Veranstaltung passt, den anderen Weinen der Verkostung zum Verwechseln ähnlich ist, aber dennoch ganz woanders her stammt.

SCHLAGWÖRTER

Die dargestellten Analysen, Techniken und Methoden dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar, sondern spiegeln lediglich die Meinung des Autors wider. Goldberg & Goldberg übernimmt keine Art von Haftung für die Verwendung dieser Kommentare oder deren Inhalt. Die Berichte stellen keine Finanzanalyse im Sinne des § 34b WpHG, Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Handeln dar. Darüber hinaus verweisen wir auf unseren Disclaimer.

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Joachim Goldberg
Frankfurt am Main

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.

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